Das Schoeler Schlösschen bietet den Besuchenden interessante Ausstellungen und freut sich über Anregungen zu zukünftigen Schauen im Haus. Finden Sie mit uns Themen, die vertieft und diskutiert werden sollten.

GRUPPENAUSSTELLUNG
Charlotte Beisswingert, Janet Fraser, Beate Groß, Claudia Jack, Lars Reisberg,
Ulrich Wanke, Martin Weiß, Margarethe Swiecki
WO IST DEIN BESONDERER ORT?
Mit dieser Fragestellung startete im September 2025 der Fotoworkshop von Katrin Karras. Ausgangspunkt für die Teilnehmenden war das neu eröffnete Schoeler Schlösschen, um dann einen eigenen Ort und sein Umfeld als Teil der Stadtgeschichte und als Erinnerungsraum sichtbar zu machen.
Wir nehmen täglich Orte, Plätze und Straßen wahr. Doch wie verändern sie sich für uns, wenn wir eine direkte Beziehung zu ihnen aufbauen?
Das Herantasten an den eigenen Ort warf bei den Teilnehmenden Fragen auf: Warum ist es dieser Ort? Warum hat er diese Bedeutung für mich?
Um dem nachzuspüren, setzten sie sich mit ihrem Ort über mehrere Wochen auseinander. Zunächst ging es um das Entdecken, das Wahrnehmen und das Bewusstmachen. Begleitet vom Herausarbeiten der eigenen Bildsprache, dem
Verbinden mit dem Ort und schließlich dem fotografischen Festhalten. Immer mit dem Wunsch, etwas sichtbar zu machen, was die Betrachten den so nie wahrgenommen hätten.
Dauer: 20. Februar bis 28.Juni 2026
Impressum
Workshopleiterin und Kuratorin: Kathrin Karras
Ausstellungsdesign und Grafik: Andreas Prossliner
Fotoausbelichtung und Plotts: Printbox, Villa Schmück Dich GmbH
Aufbau: Nicolay Korobeinikow

„Von Maulbeerbaum bis Moderne – Das Schoeler Schlösschen in Wilmersdorf“
Dauerausstellung zur Geschichte des Ortes
Das älteste Haus von Wilmersdorf – heute nennen wir es Schoeler Schlösschen – steht an einer Straße, die es zu seiner Entstehungszeit noch nicht gab. Vieles hat sich in den Jahren geändert, seit Prediger Fuhrmann 1751 den König bat, ihm Land und Holz zu Verfügung zu stellen, um hier Seide zu produzieren…
In dieser Ausstellung erzählen wir die 275jährige Geschichte des Schoeler Schlösschens im Kontext der Entwicklung des Ortes. Der Bogen reicht von Fuhrmanns Nebenerwerb, über die Sommerresidenz des gehobenen Bürgertums am See, dem Wohnhaus von Augenarzt Heinrich Schoeler im explosionsartig wachsenden Wilmersdorf bis zum Verkauf an private Immobilienentwickler. Ab 1930 im städtischen Besitz, wurde das Haus ausgebaut und als Heim der Hitlerjugend genutzt.
Nach dem Krieg und bis zur Jahrtausendwende war hier eine Kindertagesstätte untergebracht. Danach begann die Zeit der Sanierung und der Ideenfindung für eine neue Nutzung. 2025 öffnete der Kulturort Schoeler Schlösschen seine Türen und lädt nun ein, die weitere Geschichte des Ortes mitzugestalten.
Die Dauerausstellung wird ab dem 24. März in zwei Räumen des Schoeler Schlösschens zu sehen sein. Teil der Ausstellung ist eine Hörstation mit fiktiven Porträts von ehemaligen Bewohner:innen des Schlösschens. In einem Podcast-Projekt sollen von nun an auch Geschichten von Anwohnenden zusammengetragen werden, die eine besondere Beziehung zum Haus haben. Zusätzlich bittet das Schoeler Schlösschen um Leihgabe von Anwohnenden, die die Geschichte des Schlösschens und Wilmersdorf illustrieren. Diese werden für ein Vierteljahr in einer Wechselvitrine zu sehen sein.
Eröffnung: 24. März 2026, 19:00 Uhr
Impressum
Kurator:innen-Team: Bettina Gries, Johanna Nitbalski, Oscar Meyer, Ronda Ramm
Gestaltung: Studio Neue Museen
Produktion: Tischlerei Büchner, Tactile Studio, Studio Positiv, Machwerk Radebeul, Nicolai Korobainikow
